Diese Prepaid Tarife bieten bereits 5G+ bzw. 5G Standalone Zugang

Die Entwicklung des 5G-Standards in Deutschland hat eine entscheidende Zäsur erreicht. Während die erste Phase des Ausbaus maßgeblich auf der Non-Standalone-Architektur (NSA) basierte – also einem 5G-Aufsatz auf dem bestehenden 4G-Kernnetz – markiert 5G Standalone (5G SA) nun die technologische Vollendung. In dieser Ausbaustufe agiert das Netz vollständig entkoppelt von veralteten LTE-Strukturen und ermöglicht erstmals die Realisierung der ursprünglichen 5G-Versprechen. Technisch betrachtet unterscheidet sich 5G SA von seinem Vorgänger durch die Modernisierung des Kernnetzes (Core Network). In der NSA-Variante diente das LTE-Netz als „Anker“ für die Signalisierung und den Verbindungsaufbau, während 5G lediglich als zusätzlicher Datenbeschleuniger fungierte. Bei 5G Standalone kommuniziert das Endgerät direkt mit einem reinen 5G-Kernnetz. Dieser Wegfall der Doppelinfrastruktur reduziert die Komplexität der Signalwege und ermöglicht Funktionen, die im Hybrid-Modus technisch ausgeschlossen waren.

Die drei Säulen der Anwendervorteile

Der Wechsel auf die Standalone-Infrastruktur bringt für Mobilfunkkunden drei signifikante Verbesserungen mit sich:

  1. Latenzzeiten in Echtzeit: Durch die effizientere Signalverarbeitung sinkt der Ping-Wert (Reaktionszeit) in den einstelligen Millisekundenbereich. Dies ist die Grundvoraussetzung für Anwendungen wie Cloud-Gaming, Virtual Reality und die Steuerung von IoT-Systemen in Echtzeit.
  2. Effizienz und Akkulaufzeit: In NSA-Netzen müssen Smartphones zwei Funkmodule (4G und 5G) simultan aktiv halten, was die Hardware stark belastet. Unter 5G SA entfällt dieser Parallelbetrieb, was den Energieverbrauch der Funkmodule um bis zu 20 % reduziert und die Akkulaufzeit der Endgeräte spürbar verlängert.
  3. Network Slicing: Diese Technologie erlaubt es Netzbetreibern, das physische Netz in virtuelle Schichten („Slices“) zu unterteilen. So können garantierte Bandbreiten und Latenzen für spezifische Anwendungen – etwa geschäftskritische Videokommunikation oder Notrufdienste – reserviert werden, ohne vom allgemeinen Datenverkehr beeinflusst zu werden.

5G Standalone im Prepaid Bereich – diese Anbieter können bereits 5G+

Lange Zeit galt 5G Standalone als exklusives Feature hochpreisiger Laufzeitverträge. Im Jahr 2026 hat jedoch eine Demokratisierung der Technik stattgefunden, wobei die Netzbetreiber unterschiedliche Strategien verfolgen. Die schlechte Nachricht: im Discount-Bereich sieht es immer noch schlecht beim Thema 5G aus. Dennoch kann man im Prepaid Bereich die neue Technik auch ohen größere Kosten buchen.

5G+ bei den Callya Freikartem

Unter der Marke „5G+“ hat Vodafone die Standalone-Architektur bundesweit ausgerollt. Im Prepaid-Bereich der CallYa-Tarife ist der Zugang zu dieser modernen Netzform mittlerweile ebenfalls weit verbreitet. Die Nutzung erfordert jedoch oft eine explizite Aktivierung sowie die Verwendung aktueller Tarifgenerationen. Dennoch kann man die Callya Freikarte mittlerweile in allen Tarife für 5G Standalone nutzen. Um von den Vorteilen wie geringeren Latenzzeiten und einer verbesserten Akkueffizienz zu profitieren, müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt und manuelle Schritte zur Freischaltung unternommen werden. Die Freischaltung von 5G Standalone erfolgt bei Vodafone in der Regel kostenlos, ist jedoch an den Besitz eines kompatiblen Endgeräts und eines aktuellen 5G-fähigen CallYa-Tarifs (z. B. CallYa Black oder die Allnet-Flat-Varianten) gebunden. Die Aktivierung lässt sich über verschiedene Wege realisieren:

  • Nutzung der Service-App: Innerhalb der MeinVodafone-App findet sich in der Tarifübersicht oder unter den buchbaren Optionen meist der Punkt „5G+ Option“ oder „Giga5G+“. Dort lässt sich der Dienst mit wenigen Klicks kostenfrei zum bestehenden Prepaid-Tarif hinzufügen.
  • Web-Kundenportal: Alternativ steht die Aktivierung über den persönlichen „MeinVodafone“-Bereich auf der offiziellen Webseite zur Verfügung. Unter den Tarifdetails kann die entsprechende Option zur Netzmodernisierung ausgewählt und gebucht werden.
  • Kundenservice und Fachhandel: Sollte eine digitale Buchung nicht möglich sein, erfolgt die Freischaltung über die telefonische CallYa-Kundenbetreuung oder durch Mitarbeiter in einem Vodafone-Shop.
  • Technische Inbetriebnahme: Nach der systemseitigen Aktivierung ist meist ein Neustart des Mobiltelefons erforderlich, damit sich die SIM-Karte korrekt in das reine 5G-Kernnetz einbucht. Bei vielen kompatiblen Android-Endgeräten signalisiert ein entsprechendes Icon in der Statusleiste die erfolgreiche Verbindung mit dem Standalone-Netz.
Callya Classic
Callya Classic
0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet:
Tarif im Vodafone-Netz
1 Monat

Callya
 Allnet Flat S
Callya Allnet Flat S
9.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (25GB 300Mbit/s)
Tarif im Vodafone-Netz
1 Mon.

Callya Allnet Flat M
Callya Allnet Flat M
14.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (50GB 300Mbit/s)
Tarif im Vodafone-Netz
1 Mon.

Callya Allnet Flat L
Callya Allnet Flat L
20.00€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (unlimit. 300Mbit/s)
Tarif im Vodafone-Netz
1 Monat


Den Überblick über alle Handy-Tarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich. Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

VIDEO Nachgeschaut – was bringt 5G+ in der Praxis?

5G+ bei den O2 Prepaid Tarifen

O2 Telefónica nimmt beim Ausbau von 5G Standalone aktuell eine Vorreiterrolle ein. Mit der Option „5G Plus“ stellt der Anbieter die reine Standalone-Technik nahezu flächendeckend zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist dabei die konsequente Integration in das Prepaid-Portfolio: Kunden der aktuellen O2 Prepaid-Generation können diese Option in der Regel kostenlos nutzen und so ohne Zusatzkosten von der modernsten Netzform profitieren. Die Freischaltung erfolgt nicht automatisch, sondern erfordert einen manuellen Impuls durch den Nutzer. Der Prozess lässt sich unkompliziert über folgende Schritte abwickeln:

  • Nutzung der Mein O2 App: Dies ist der gängigste Weg. Nach dem Login navigiert man zum Bereich „Tarif & Optionen“. Dort findet sich unter den buchbaren Datenoptionen das „5G Plus Pack“. Mit einer Bestätigung wird die Option gebucht und ist meist innerhalb weniger Minuten aktiv (5G Plus-Pack für 0,00 €.)
  • Aktivierung über das Web-Portal: Alternativ kann die Freischaltung im „Mein O2“-Kundenportal auf der Webseite vorgenommen werden. Unter dem Reiter „Tarif & SIM-Karte“ finden sich die Internet- und 5G-Optionen, wo das Pack ebenfalls zur kostenlosen Buchung bereitsteht.
  • Technische Voraussetzungen: Neben einem 5G-Plus-fähigen Tarif ist eine kompatible SIM-Karte (in der Regel Version V4 oder neuer) sowie ein Smartphone erforderlich, das 5G Standalone im O2-Netz unterstützt. Sollte die vorhandene SIM-Karte zu alt sein, informiert das System bei der Buchung oft direkt über die Möglichkeit eines kostenlosen Tauschs gegen eine (e)SIM.
  • Inbetriebnahme: Nach der erfolgreichen Aktivierung, die per SMS bestätigt wird, empfiehlt sich ein Neustart des Endgeräts. In den Mobilfunkeinstellungen des Smartphones muss zudem die Nutzung von 5G (und falls separat aufgeführt: 5G Standalone) erlaubt sein.

Sollten bei der Buchung über die App Schwierigkeiten auftreten, kann die Freischaltung auch über die Kunden-Hotline oder in einem O2 Shop angefordert werden.

Viele Anbieter noch ohne 5G+ Anbindung

Die Telekom setzt 5G Standalone (oft als „5G+“ vermarktet) weiterhin gezielter ein. Während der Fokus lange auf Geschäftskunden und speziellen Gaming-Optionen lag, ist die Technik im Prepaid-Bereich noch nicht als allgemeiner Standard für alle Nutzer freigeschaltet. Hier dominiert weiterhin der Fokus auf maximale Bandbreite über die bewährte NSA-Struktur.

Discounter im Telekom- oder Vodafone-Netz bieten zwar flächendeckend 5G an, verbleiben jedoch meist in der Non-Standalone-Welt mit gedeckelten Geschwindigkeiten. Ein Zugriff auf SA-Features bleibt hier vorerst die Ausnahme.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass 5G Standalone im Jahr 2026 den neuen Goldstandard im Mobilfunk definiert. Während die volle Leistungsfähigkeit vor allem bei den Netzbetreibern direkt zu finden ist, hat insbesondere O2 bewiesen, dass die Vorteile der neuen Architektur auch im preisbewussten Prepaid-Markt angekommen sind.

Prepaid Flat – auch im Prepaid Bereich extrem günstig


Prepaid Flat haben mittlerweile auch bei den Prepaid Anbietern Einzug gehalten und man findet bei allen Anbietern inzwischen auch eine Auswahl aus Allnet-Flat mit kostenlosen Gesprächen, SMS und Datenvolumen zum monatlichen Paketpreis. Die Kosten starten dabei bei 4.99 Euro im Monat und sind nicht teurer als bei den Flat auf Rechnung. Teuer ist dagegen die Prepaidflat mit unbegrenztem Datenvolumen – hier steigen die Preise schnell auf um die 100 Euro für 4 Wochen.



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