In einer Ära, in der die Mobilfunknummer zum zentralen Identitätsmerkmal für Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und Messenger-Dienste avanciert ist, steigt der Bedarf an flexiblen Zweit- und Drittnummern. Während klassische werbefinanzierte Modelle wie Netzclub vom Markt verschwunden sind, haben sich neue, professionelle Lösungen etabliert. Man kann heute zwischen physischen Freikarten, App-basierten VoIP-Nummern und integrierten Plattform-Lösungen wählen.
Die Evolution der Freikarte: O₂ und Vodafone
Die Netzbetreiber nutzen das Modell der „Freikarte“ weiterhin als Akquise-Tool. Man erhält eine vollwertige SIM-Karte ohne Anschaffungspreis oder monatliche Fixkosten.
- O₂ Freikarte (Basistarif): Man bestellt die Karte ohne Grundgebühr. Solange man kein Tarifpaket bucht, fallen keine Kosten an. Die Erreichbarkeit für SMS und Anrufe ist dauerhaft gewährleistet, was sie zur idealen Lösung für SMS-Verifizierungen macht.
- Vodafone CallYa: Ähnlich wie bei O₂ kann man hier Startersets ohne Basispreis beziehen. In aktuellen Aktionszeiträumen werden Neukunden oft zusätzliche Daten-Boni bei Aktivierung gewährt, ohne dass eine sofortige Aufladung zwingend erforderlich ist. Die Sim ist als Callya Classic als total kostenfreier Tarif verfügbar und daher kann man hier eine Rufnummer sehr einfach und gratis bekommen. Die eSIM bei Callya ist dazu schnell aktiviert (per Email) und steht innerhalb von wenigen Minuten zur Verfügung. Wer schnell eine kostenfreie Handynummer benötigt, ist also hier richtig.
Callya Classic
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: 9.0 Cent
Internet:

1 Monat
Callya Allnet Flat S
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (30GB 300Mbit/s)

1 Mon.
Callya Allnet Flat L
Grundgeb.
(9.95€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (60GB 300Mbit/s)

1 Monat
- Lebara: Das Unternehmen positioniert sich 2026 verstärkt als Anbieter für richtig günstige Mobilfunk-Tarife – auch im Prepaid Bereich.. Man kann eine kostenlose SIM-Karte online anfordern und diese steht auch als eSIM ohne Vertragsbindung zur Verfügung. Der Clou: Oft sind in Neukunden-Aktionen Freiminuten in bis zu 50 Länder inkludiert, was die Karte auch für kurze Auslandskontakte attraktiv macht.
Das Plattform-Modell: GMX & WEB.DE FreePhone
Ein neuer Standard hat sich durch die Integration von Mobilfunk in bestehende Internet-Ökosysteme gebildet. United Internet bietet mit FreePhone eine Lösung an, die das Erbe der Gratis-SIM angetreten hat.
- Konditionen: Man erhält eine eSIM mit 3 GB 5G-Datenvolumen und einer Allnet-Flat für 0,00 €.
- Voraussetzung: Man nutzt die Mail-App von GMX oder WEB.DE (ca. 10 Logins pro Monat). Dieses Modell ist die derzeit leistungsstärkste Option für Nutzer, die eine vollwertige Nummer ohne Zusatzkosten suchen. Man sollte aber aktiv das Mail Postfach nutzen, damit dies auch so bleibt und die kostenlose Handynummer nicht verloren geht.
Virtuelle Identitäten: Satellite
Für Nutzer, die keine weitere Hardware oder eSIM-Slots belegen möchten, bietet die App Satellite (von Sipgate) eine rein internetbasierte Mobilfunknummer.
- Vorteil: Man erhält eine echte deutsche Nummer (+49 156…), die unabhängig von der eingelegten SIM funktioniert.
- Einschränkung: Da es sich technisch um VoIP handelt, muss man beachten, dass der Empfang von Verifizierungs-SMS (A2P) nicht garantiert ist. Man sollte Satellite primär für die telefonische Erreichbarkeit nutzen.
Marktübersicht 2026: Kostenlose Optionen im Vergleich
| Anbieter | Typ | Netz | Besonderheit | Empfehlung |
| GMX FreePhone | eSIM | 1&1/5G | 3 GB Daten inkl. | Haupt-Zweitnummer |
| O₂ Freikarte | SIM/eSIM | O₂ | Keine Fixkosten | SMS-Verifizierung |
| Lebara | SIM/eSIM | O₂ | Int. Freiminuten | Auslandskontakte |
| Satellite | App (VoIP) | – | 100 Freiminuten | Reine Telefonie |
Experten-Fazit
Man muss heute nicht mehr auf dubiose „Wegwerf-Nummern“ aus dem Netz zurückgreifen, die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Mit dem GMX FreePhone steht eine professionelle All-in-One-Lösung bereit. Wer jedoch eine Nummer für sensible Bankgeschäfte benötigt, sollte auf eine Prepaid-Freikarte eines Netzbetreibers setzen, da diese die höchste Kompatibilität mit Verifizierungsdiensten bietet.
Wichtig: Man sollte beachten, dass jede Prepaid-Karte nach einer gewissen Zeit der Inaktivität (meist 6–12 Monate) deaktiviert wird. Ein kurzer Kontrollanruf oder eine SMS pro Halbjahr sichert den dauerhaften Erhalt der Nummer.

Ich schreibe bereits seit 2006 rund um die Themen Prepaid, Mobilfunk und Kommunikation und begleite die Entwicklungen auf dem Markt seit dieser Zeit intensiv und durchaus auch kritisch. Das Internet hat in diesem Segment viel verändert und ist zu einer wichtigen Informationsquellen geworden, die vielfach die Mobilfunk-Fachgeschäfte abgelöst hat. Sollte es Fragen oder Anmerkungen zum Artikel geben – gerne in den Kommentaren oder auch direkt in den soazialen Netzwerken. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
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