Rich Communication Services (RCS) gilt als der moderne Nachfolger der klassischen SMS und bietet Nutzern erweiterte Chatfunktionen, die denen von bekannten Messenger-Diensten wie WhatsApp ähneln. Zu den Funktionen gehören unter anderem der Versand von Text- und Sprachnachrichten, Gruppen-Chats, Lesebestätigungen sowie das Teilen von hochauflösenden Fotos, Videos und Standorten. Während der Standard lange Zeit primär von großen Vertragsanbietern vorangetrieben wurde, hat sich die Verfügbarkeit im deutschen Prepaid- und Discount-Segment mittlerweile stark gewandelt.
Netzabdeckung und grundsätzliche Verfügbarkeit
In Deutschland ist RCS theoretisch in allen großen Mobilfunknetzen verfügbar, namentlich bei der Deutschen Telekom, bei Vodafone und bei O2. Da Prepaid-Discounter die Infrastruktur dieser Netzbetreiber nutzen, ist der Dienst auch bei zahlreichen Tochtermarken und Drittanbietern nutzbar. Der Nachrichtenversand erfolgt dabei nicht mehr klassisch über das Mobilfunknetz wie bei der SMS, sondern setzt zwingend eine aktive Datenverbindung über WLAN oder das mobile Datennetz voraus.
Wer es testen möchte, kann dies am einfachsten per Freikarte von Vodafone Callya tun. Diese ist kostenfrei, hat keinen Kaufpreis und keine Versandkosten und kann RCS nutzen. Auf diese Weise kann man sich davon überzeugen, ob der Dienst Vorteile bieten und das eigene Handy dies unterstützt. Generell gilt aber natürlich, dass mittlerweile alle aktuelle Prepaid Sim und eSIM dies ebenfalls bieten – es gibt also eine gute Chance, dass auch die eigene Prepaid Karte RCS bereits unterstützt.
Callya Classic
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: 9.0 Cent
Internet:

1 Monat
Callya Allnet Flat S
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (40GB 300Mbit/s)

1 Mon.
Callya Allnet Flat M
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (65GB 300Mbit/s)

1 Mon.
Callya Allnet Flat L
Grundgeb.
(9.95€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (unlimit. 300Mbit/s)

1 Monat
Callya Start
Grundgeb.
(0.00€ Kaufpreis)
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (2GB 300Mbit/s)

1 Mon.
RCS bei Discountern und Prepaid-Marken
Ein Blick auf den deutschen Markt zeigt, dass die meisten Provider den RCS-Standard inzwischen integriert haben. Bekannte Marken wie congstar, ALDI Talk, Blau, Fonic sowie 1&1 und GMX FreePhone bieten die Unterstützung für RCS an. Auch der rein digitale Anbieter fraenk hat RCS bereits spätestens seit September 2021 als festen Bestandteil seiner Allnet-Flat für Android-Nutzer integriert. Blau, eine Marke im O₂-Netz, weist explizit darauf hin, dass der Kommunikationsstandard unterstützt wird. Bei Lebara ist RCS für Android-Geräte ebenfalls nutzbar, da der Anbieter mit dem Standard der Google-Messages-App kompatibel ist.
Ein Sonderfall war lange Zeit Kaufland mobil. Der Anbieter hatte RCS bei Tests als einziger Provider zeitweise komplett deaktiviert. Ende 2025 wurde jedoch berichtet, dass Kaufland mobil als letzter verbleibender Anbieter die RCS-Unterstützung integriert hat, wodurch praktisch kein Anbieter in Deutschland mehr bekannt ist, der RCS unter Android nicht anbietet.
Endgeräte und Betriebssysteme
Die Nutzbarkeit von RCS hängt maßgeblich vom verwendeten Smartphone und Betriebssystem ab.
- Android: Bei Android-Smartphones ist die Unterstützung flächendeckend gegeben, da RCS meist über die vorinstallierte Google Messages-App oder Samsung Messages-App abgewickelt wird. Dies gilt für Hersteller wie Xiaomi, Motorola, Nokia, Sony, Fairphone, Gigaset, Honor, Samsung und Google. Der Dienst lässt sich in den Einstellungen der App aktivieren.
- iOS / Apple: Nutzer von iPhones waren lange Zeit von RCS ausgeschlossen, da Apple primär auf den hauseigenen Dienst iMessage setzte. Dies änderte sich mit dem Update auf iOS 18, wodurch RCS auch auf dem iPhone verfügbar gemacht wurde. Die Aktivierung erfolgt hier über die Systemeinstellungen in der Apple Messages-App. Blau bestätigt beispielsweise, dass Kunden im O₂-Netz RCS seit iOS 18 auch auf dem iPhone nutzen können. Bei Lebara wurde jedoch in der Vergangenheit berichtet, dass RCS auf dem iPhone aufgrund der Apple-Infrastruktur teilweise nicht funktionierte.
Kosten und Datenverbrauch
Da RCS über das Internet abgewickelt wird, fallen keine klassischen SMS-Gebühren an. Wenn das Smartphone mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist, ist das Senden und Empfangen von RCS-Nachrichten in der Regel kostenlos. Bei der Nutzung über das Mobilfunknetz wird das reguläre Datenvolumen des jeweiligen Mobilfunktarifs verbraucht. Sollte einmal keine Datenverbindung bestehen oder der Empfänger kein RCS-fähiges Endgerät besitzen, erfolgt ein automatischer Fallback, bei dem die Nachricht standardmäßig als reguläre SMS verschickt wird.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass RCS im deutschen Prepaid-Markt mittlerweile als Standard angesehen werden kann. Fast alle Anbieter und Netze unterstützen die Technologie, sodass Kunden die modernen Chat-Funktionen unabhängig von teuren Laufzeitverträgen nutzen können.
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Ich schreibe bereits seit 2006 rund um die Themen Prepaid, Mobilfunk und Kommunikation und begleite die Entwicklungen auf dem Markt seit dieser Zeit intensiv und durchaus auch kritisch. Das Internet hat in diesem Segment viel verändert und ist zu einer wichtigen Informationsquellen geworden, die vielfach die Mobilfunk-Fachgeschäfte abgelöst hat. Sollte es Fragen oder Anmerkungen zum Artikel geben – gerne in den Kommentaren oder auch direkt in den soazialen Netzwerken. Mehr zu mir: Wer schreibt hier?
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